Beiried tonnato

Es ist immer noch Sommer! Und es gibt wunderbare, großartige Paradeiser in allen Farben und Formen. Und: ich <3 Paradeiser…aber ich liebe auch gutes Fleisch, wie zum Beispiel ein tolles Beiried…und tonnato ist soundso einer meiner Lieblingsgaumenschmeichler…und genau aus diesem Grund sind diese 3 Komponenten die Hauptdarsteller dieses wirklich feinen Sommergerichts. Sehr erfrischend, voller Geschmack und just simple zubereitet…

Die Zutaten (für 2):

2 bis 4 Scheiben Beiried, je nachdem, wie groß der Hunger ist
etwas Olivenöl
Salz, Pfeffer
Paradeiser in verschiedenen Farben und Formen, Menge nach Belieben
1 kleines Glas abgetropfte Kapernbeeren

Für das tonnato:

150 g Thunfisch aus der Dose
4 Sardellenfilets
1 Eigelb, möglichst frisch
2 EL Kapern
2 EL Weißweinessig
Olivenöl
Saft von 1 Limette
Salz, Pfeffer

Das Beiried nehme ich aus dem Kühlschrank, mariniere es mit Olivenöl, Salz und Pfeffer und lasse es gemütlich Zimmertemperatur annehmen.

Für das tonnato gebe ich den abgetropften Thunfisch, die Sardellenfilets, das Eigelb, die abgetropften Kapernbeeren, den Essig und den Saft der Limette in ein hohes Gefäß.  Ich beginne alles mit dem Pürrierstab durch zu  mixen und lasse dabei das Olivenöl in einem dünnen Strahl dazu hineinlaufen. Das mache ich solange, bis mir die Konsistenz gefällt 🙂 : das tonnato sollte nicht zu dick-, aber auch nicht zu dünnflüssig sein.  Zuletzt wird mit Salz und Pfeffer abgeschmeckt. Das tonnato wird nun  bis zum Anrichten kalt gestellt.

Die Paradeiser werden gewaschen, in Scheiben geschnitten und auf die Teller verteilt.

Zuletzt dürfen die Beiriedscheiben in eine stark erhitzte, beschichtete Pfanne oder auf den vorgeheizten Grill, 3 bis 4 Minuten von jeder Seite, das reicht vollkommen, wenn man ein zartrosa Ergebnis bekommen möchte. Ich nehme das Fleisch nach dieser Zeit aus der Pfanne oder vom Grill, decke es mit Alufolie ab, und lasse es noch in wenig rasten, damit sich noch der Fleischsaft verteilen kann.

Und dann kann angerichtet werden. Das Beiried schneide ich in zwei Hälften und setze es mittig auf die Paradeiser. Dann träufle ich das  wunderbar cremige tonnato großzügig darüber und zuletzt dürfen noch beliebig viele Kapernbeeren auf die Teller gestreut werden. Das war´s auch schon…just simple, oder!? Und sooo gut… 😉

Beiried tonnato 5.00/5 - 8 Bewertungen
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Rindscarpaccio mit Ruccola und Heidelbeerchutney

Ihr habt´ mal wieder liebe Menschen eingeladen und sucht noch nach einer Vorspeise à la „großes Kino“, die aber auch gut vorzubereiten ist!? Dann könnt´ ihr aufhören zu suchen…sofern ihr Carpaccio mögt´ 😉 …ich mag gutes, auch rohes Rindfleisch! Und Filet ist ja auch besonders zart und harmoniert, wie ich finde, wunderbar mit dem fruchtigen Heidelbeerchutney. Vielleicht gefällt euch diese Carpaccio-Variation ja auch so gut, wie mir…viel Spaß, falls ihr es nachkochen solltet! 🙂

Die Zutaten (für 4 Personen):

etwa 300 g Rindsfilet
2 Handvoll Ruccola
1/2 kleine, weiße Zwiebel
etwas Olivenöl
150 g Heidelbeeren
3 EL weißer Balsamico
3 El brauner Zucker
Salz

Zunächst bereite ich das Chutney zu. Dazu schneide ich die Zwiebel in kleine Würfel und brate sie in etwas Olivenöl glasig an. Dann gebe ich die Heidelbeeren dazu und mische sie unter die Zwiebel. Jetzt kann auch schon mit dem Essig abgelöscht werden. Ich würze das Chutney mit Zucker und Salz und lasse es bei schwacher Hitze 30 Minuten einkochen. Dann nehme ich es vom Herd und lasse es abkühlen.

Jetzt geht es darum die Oberfläche des Rindsfilet zu vergrößern. Dazu schneide ich das Fleisch der Länge nach ein, klappe es auf und schneide es auf beiden Seiten nochmals ein und klappe es wieder auf. Dann lege ich auf das Fleisch ein Stück Frischhaltefolie und rolle es mit einem Nudelwalker vorsichtig aus, es hat dann in etwa eine Dicke von 5 mm. Wenn das Heidelbeerchutney vollkommen ausgekühlt ist, bestreiche ich das Fleisch gleichmäßig damit, lasse aber auf den Seiten einen kleinen Rand frei. Dann lege ich den Ruccola auf das Chutney, rolle das Filet eng ein und wickle es fest in Frischhaltefolie ein.

Dann wandert das Fleisch für etwa 8 Stunden in den Tiefkühler. Bevor ich das Fleisch anrichte, nehme ich es für etwa 30 Minuten aus dem Gefrierfach, dann lässt es sich leichter mit der Schneidemaschine oder einem guten scharfen Messer in Scheiben schneiden. Lässt sich wirklich super vorbereiten und, wenn eure Gäste Carpaccio mögen, dann wird ihnen diese Variation gefallen! Probiert es aus ! 🙂

Rindscarpaccio mit Ruccola und Heidelbeerchutney 4.86/5 - 7 Bewertungen
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Gelber Paprika-Ketchup

Ja klar kann man Ketchup kaufen…aber selbstgemacht und frisch zubereitet, schmeckt er doch einfach viiiel besser 🙂 , noch dazu, wo die Herstellung wirklich total einfach und nicht aufwendig ist. Neben dem Mango-Ketchup und dem Paprika-Marillen-Ketchup ist das jetzt mein drittes Ketchup-Rezept, das auf der Kücheninsel strandet. …und, ich denke, es wird nicht das letzte gewesen sein. Ketchup mag man eben…und vielleicht ihr ja auch!?

Die Zutaten:

3 gelbe Paprika
1 mittelgroße, weiße Zwiebel
4 Knoblauchzehen
1 kleine Chillischote, von den Kernen befreit
200 ml Gemüsesuppe
1 TL edelsüßes Paprikapulver
3 TL brauner Zucker
3 EL weißer Balsamico
Salz, Pfeffer

außerdem:

2 heiß ausgekochte kleine Glasflaschen (etwa 250 ml Fassungsvermögen) oder ein paar kleine Gläser

Die Paprika befreie ich von ihrem Innenleben und schneide sie in grobe Stücke. Auch die Zwiebel und die Knoblauchzehen würfle ich grob, die kleine Chillischote wird gehackt.

Dann wandert das vorbereitete Gemüse mit allen restlichen Zutaten in einen Topf und wird bei geschlossenem Deckel etwa 30 Minuten weich geköchelt.

Zuletzt mixe ich alles mit dem Pürierstab sehr fein durch, schmecke den Ketchup eventuell nochmal mit Salz und Pfeffer ab, bevor ich ihn in die vorbereiteten Flaschen bzw. Gläser abfülle. Im Kühlschrank hält sich der Ketchup mindestens 14 Tage…wenn er sich so lange hält…wir sind heute bei Goose & Ingrid zu einer Grillerei eingeladen – der heutige Salzkammergut Schnürlregen kann Goose nicht davon abhalten seinen genialen Grill anzuwerfen. Und da Geteiltes Glück Doppeltes ist, werden wir den Paprika-Ketchup gemeinsam verkosten 🙂 . Er passt im Übrigen nicht nur sehr gut zu gegrilltem Fleisch oder Fisch, sondern auch wunderbar zu Erdapfelgerichten!

Gelber Paprika-Ketchup 4.83/5 - 6 Bewertungen
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Yogurt bark

Was für ein Sommer! Eine Hitzewelle nach der anderen…gut, heute ist es kühler, es hat die Nacht durchgeregnet und man hat das Gefühl endlich mal wieder durchatmen zu können…herrlich, aber morgen wird´s laut Prognose schon wieder heiß, also hab´ ich mich noch rechtzeitig auf die Suche nach eisigen Erfrischungen gemacht und bin auf diese Idee gestoßen. Es handelt sich hierbei um eine Art Frozen Yogurt, griechisches Joghurt, versetzt mit Honig und Früchten, das man in Form einer Tafel im Tiefkühlfach herstellt. Und ganz ehrlich, das kann wirklich was! Und gesund ist es eigentlich auch noch…und just simple in der Zubereitung…braucht ihr noch mehr Argumente 😉 ?

Die Zutaten (Menge nach Belieben):

Griechisches Joghurt
Honig
verschiedene Beeren
gesalzene, gehackte Pistazien

außerdem: Backpapier

Geht ganz rasch! Kaum hat man begonnen, ist man schon wieder fertig! Und so funktioniert´s: das griechische Joghurt wird mit dem Honig gesüßt und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech oder eine andere rechteckige Form gestrichen. Die Höhe kann ruhig 1 1/2 bis 2 cm betragen. Dann werden die Beeren darauf verteilt, ich drücke sie ein wenig in die Joghurtmasse hinein und zuletzt die Pistazienkerne darüber gestreut. Die salzigen Pistazienkerne geben später einen guten Kontrast zur Süße der anderen Zutaten. Und dann wandert der Yoghurt bark schon ins Tiefkühlfach, wo er für etwa 8 Stunden bleibt.

Vor dem Genießen lasse ich den Yogurt bark etwa 30 Minuten bei Zimmertemperatur antauen, bevor ich ihn mit einem Messer in Stücke breche. Die kann man dann ganz einfach und unaufgeregt auf einer Platte servieren und jeder kann so viel davon naschen, wie er möchte…ist auch  ein tolles, sommerliches Dessert, wie ich finde, einfach und auch für mehrere super vorzubereiten…eure Gäste werden begeistert sein 🙂 !

Yogurt bark 4.57/5 - 14 Bewertungen
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Saiblingfilets mit Pimientos und Ziegenfrischkäse

Sommerfrische am Attersee! Bei fast (!) schon kitschigem Bilderbuchwetter präsentiert sich der See in diesem Sommer von seiner besten Seite. Ich liebe die türkise Farbe, die der See im Sommer hat, sie ist ein Zeichen dafür, dass das Wasser sehr wenig mit Fremdstoffen vermischt ist. Aber auch die Fische fühlen sich im Attersee sehr wohl und neben Forellen und Reinanken zählt der Saibling zu den beliebtesten Speisefischen. Der Hausherr und ich mögen den Saibling auch sehr gern, er gehört zur Familie der Lachsfische und hat ein sehr zartes Fleisch. Und, wenn man einige wenige Dinge beachtet, gelingt einem dieses Gericht, auch wenn man vielleicht noch nicht so viel Erfahrung mit der Zubereitung von Fisch hat. Es ist wirklich nicht kompliziert, just simple 🙂 , es braucht auch nur wenige Zutaten und vor allem kein Schnick-Schnack. Der Saibling spielt in diesem Rezept auf jeden Fall die Hauptrolle. An Beilagen gibt es unendlich viele Möglichkeiten, ich habe mich dieses Mal für Pimientos, die kleinen grünen Bratpaprika, entschieden und mir erlaubt, das klassische Rezept „Pimientos de Padrón“ etwas abzuwandeln…

Die Zutaten (für 2 Fischverliebte):

4 Saiblingfilets
Saft einer Zitrone
etwas Salz
etwas Butter

600 g Pimientos
Olivenöl
grobes Meersalz

Ziegenfrischkäse, Menge nach Belieben

1 Zitrone in Spalten geschnitten

Die Saiblingfilets salze ich und presse die Zitrone darüber aus. Sie können ruhig ein wenig Zimmertemperatur annehmen, bevor sie in die Pfanne wandern. Das tun sie aber erst am Schluss, also stelle ich sie jetzt noch zur Seite.

Die Pimientos wasche ich, trockne sie gut ab und brate sie in der beschichteten Pfanne, in die später auch die Filets wandern, in Olivenöl scharf an. Wenn sie ein bisschen Farbe bekommen haben, nehme ich sie aus der Pfanne, gebe sie in eine Schüssel, streue das grobe Meersalz darüber und decke die Schüssel ab, damit die Pimientos warm bleiben.

Dann geht´s auch schon an die Zubereitung der Filets. Ich brate die Saiblingfilets in der beschichteten Pfanne in ein wenig zerlassener Butter zuerst auf der Hautseite kross an, bevor ich sie wende und auf der Fleischseite bei reduzierter Hitze noch durchziehen lasse. So bleiben sie innen zart und werden nicht trocken.

Ja und dann wird auch schon angerichtet und genossen. Jeder bekommt 2 Filets, dazu gebe ich noch Zitronenspalten, die man sich noch frisch über den Fisch pressen kann – Fisch und Zitrone, die zwei gehören für mich einfach zusammen! Und dann werden noch die Pimientos auf den Tellern verteilt und erhalten ein Topping aus Ziegenfrischkäse, der, wie ich finde, gut zu den kleinen Paprikazwergen passt…aber das müsst ihr natürlich, wie immer, selbst entscheiden 😉 …lasst mich wissen, ob euch das gefallen hat, okay!? 🙂

Saiblingfilets mit Pimientos und Ziegenfrischkäse 4.92/5 - 12 Bewertungen
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