Süß-sauer eingelegte Marillen

Endlich! Nach tagelanger Hitze hat es heute Nacht endlich geregnet! Es ist ein herrlicher Morgen hier, alle Fenster sind weit offen und ich sitze bei meinem Kaffee und habe Zeit ein Rezept auf der Kücheninsel stranden zu lassen, das ich gestern Abend – trotz der großen Hitze – noch zusammengebastelt habe. Die Idee für die süß-sauer eingelegten Marillen habe ich von unterwegs, aus der Steiermark, wo ich heuer schon dreimal war, mitgebracht. Ich habe es an andere Stelle schon mal erzählt, aber oft sind es ja die kleinen Dinge, die kleinen feinen Komponenten an einem Gericht, die auch etwas Einfaches zu etwas ganz Besonderem machen. In der Steiermark waren süß-saure Marillenspalten eine kleine Zugabe zu einem milden Schafkäse über den auch noch ein wenig Honig darüber geträufelt war – und das hat einfach großartig harmoniert und wunderbar geschmeckt. Ich kann mir die Marillen aber auch gut zu Gegrilltem vorstellen…auf alle Fälle ist das Einmachen der süßen Früchte keine Hexerei…abgefüllt, solltet ihr die eingelegten Marillen aber auf alle Fälle dunkel und kühl lagern, dann habt ihr auch noch länger eine Freude mit ihnen.

Die Zutaten (für ein großes und ein kleineres Glas):

1,2 kg Marillen, gewaschen, halbiert und entsteint
400 ml Rotweinessig
250 ml Apfelsaft
2 Lorbeerblätter
4 Nelken
150 g brauner Zucker

Die Marillenhälften schlichte ich eng in die sauberen, heiß ausgekochten Gläser.

Dann schmelze ich den braunen Zucker in einem Topf, lasse ihn – ohne zu rühren  – ein bisschen karamellisieren und lösche ihn mit dem Rotweinessig und dem Apfelsaft ab. Dann kommen die Gewürze dazu und jetzt lasse ich den Sud noch etwa 5 Minuten dahin köcheln bevor ich ihn über die Marillen in die Gläser gieße. Das war´s auch schon!

Gebt den Marillen noch ein paar Tage Zeit, dann entwickeln sie noch ein ausgeprägteres Aroma und, wenn ihr Lust habt, dann schenkt das kleinere Glas weiter…die Beschenkten werden garantiert eine Freude mit den süß-sauren Früchtchen haben, versprochen 😉

Süß-sauer eingelegte Marillen 5.00/5 - 4 Bewertungen
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Bio-Heumilchbrie in Walnuss-Petersil-Kruste auf Blattsalat mit Honig-Heumilchtopfen-Dip

Herausforderungen sind dazu da sie anzunehmen! So sehe ich das zumindest! Also nehme ich an der Heumilch-Blogger-Challenge teil, zu der ich eingeladen wurde…mittlerweile sind die Rezepte online https://www.heumilch.at/rezepte-genuss/heumilch-rezepte/ …und es sind wirklich viele, tolle Rezepte eingereicht worden…und ich bin schon sehr gespannt, wie das Voting ausgehen wird…die Kücheninsel ist mit diesem Rezept dabei…ein Klassiker 🙂 , ein bisschen neu interpretiert!

Die Zutaten (für 4 Personen):

2 Bio-Heumilchbrie
Butterschmalz zum Herausbacken

Für die Panier:

Mehl
2 Eier
Semmelbrösel
2 Handvoll gehackte Walnüsse
1 Handvoll gehackte Petersilie

Für den Dip:

250 g Zillertaler Speisetopfen
1 EL Honig
etwas Salz
etwas Pfeffer

gemischte Blattsalate, eventuelle auch essbare Blüten
1 Apfel
etwas Zitronensaft

Für das Dressing:

Olivenöl
weißer Balsamicoessig
etwas Salz
1 TL Honig

Für das Dressing gebe ich Olivenöl und Balsamicoessig im Verhältnis 2:1 in ein verschraubbares Glas, füge den Honig und eine Prise Salz dazu, verschließe das Glas und schüttle das Dressing kräftig durch. Es kann bis zum Anrichten zur Seite gestellt werden.

Den Apfel schneide ich in kleine Würfel und beträufle diese mit Zitronensaft, so werden sie nicht braun. Auch die Apfelwürfel können zur Seite gestellt werden.

Für den Dip rühre ich den Heumilchtopfen mit dem Honig cremig und schmecke ihn mit Salz und Pfeffer ab. Auch der Dip wird zur Seite gestellt.

Jetzt geht’s auch schon ans Panieren des Heumilch-Brie. Dazu gebe ich in einen tiefen Teller Mehl, in einen zweiten Teller die Eier, die ich mit einer Gabel verschlage und in einen dritten Teller die Semmelbrösel, unter die ich die gehackten Walnusskerne und die gehackte Petersilie mische. Den Heumilch-Brie schneide ich jeweils tortenförmig in 8 kleine Stücke und paniere diese nacheinander in Mehl, Ei und der Semmelbrösel-Walnuss-Petersil-Mischung.

In einem hohen Topf zerlasse ich das Butterschmalz und backe die Heumilch-Brie Stücke einzeln darin heraus. Ich schwenke dabei den Topf und lasse das Butterschmalz über den Brie laufen. So werden die Brie Stücke von allen Seiten knusprig und braun.

Und jetzt kann auch schon angerichtet werden: den Blattsalat verteile ich auf den Tellern und träufle das Dressing aus dem Schraubglas darüber. Auf den Blattsalat setze ich die knusprigen Heumilch-Brie Stücke und streue darüber die Apfelwürfel. Jeder Teller bekommt noch etwas vom Honig-Heumilchtopfen-Dip. Ging doch rucki-zucki, oder?

Bio-Heumilchbrie in Walnuss-Petersil-Kruste auf Blattsalat mit Honig-Heumilchtopfen-Dip 4.83/5 - 6 Bewertungen
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Parmesan-Paradeis-Quiche mit Pesto genovese

Meine Mum, die heute ihren 70 plus Geburtstag feiert (!!!), hat auf meine Bemerkung, dass der Juni immer so voller Ereignisse gepflastert sei, gemeint, dass das schon immer so war…na gut, dann nehme ich das mal so hin, allerdings wurde ja auf der Kücheninsel trotz der vielen Termine gekocht, wenn auch nicht so intensiv, aber dennoch, nur fehlte dann doch die Zeit zum Teilen…ABER: es ist ja jetzt auch noch nicht zu spät das Parmesan-Paradeis-Quiche mit Basilikumpesto auf der Kücheninsel stranden zu lassen…der Sommer ist so richtig da und das Quiche ein wunderbar sommerliches Rezept, das man teilen sollte, denn 4 Sommerhungrige werden ganz bestimmt gut davon satt!

Die Zutaten:

Für den Teig:

250 g Mehl
80 g Butter
1 Ei
3 EL Sauerrahm
etwas Salz
etwas Butter

Für die Füllung:

250 g Topfen
125 ml Obers
125 ml Milch
4 Eier
250 g Parmesan, gerieben
etwas Salz
etwas Muskatnuss, gerieben

Für das Paradeis-Topping:

etwa 350 g bunte Kirschparadeiser
Basilikumblätter, Menge nach Belieben
6 EL Olivenöl
3 EL weißer Balsamico
etwas Salz
1 EL Honig

Für das Basilikumpesto:

3 bis 4 Handvoll Basilikumblätter
1 Handvoll Pinienkerne
2 Handvoll geriebener Parmesan
2 Knoblauchzehen
2 TL Zitronensaft
Olivenöl
etwas Salz

Begonnen wird mit der Zubereitung des Teiges. Dazu verknete ich alle Zutaten gründlich, forme den Teig zu einer Kugel, verpacke die Kugel in Frischhaltefolie und gebe den Teig 30 Minuten zum Rasten in den Kühlschrank.

Während der Teig rastet, geht´s an die Zubereitung des Pesto genovese. Dazu  röste ich die Pinienkerne in einer beschichteten Pfanne. Hier empfiehlt es sich dabei zu bleiben und fleißig zu rühren, denn die Pinienkerne verbrennen recht schnell! Die gerösteten Pinienkerne mixe ich dann mit den restlichen Zutaten in einem hohen Gefäß mit dem Pürierstab zu einem feinen Pesto. Ganz nach Belieben kann das Pesto aber natürlich auch stückiger gemixt werden. Das fertige Pesto wird bis zum Servieren im Kühlschrank geparkt. Dort hält es sich, falls etwas davon übrig bleiben sollte, mindestens 1 Woche!

Dann heize ich das Backrohr auf 200 ° Ober- und Unterhitze vor. Jetzt verrühre ich alle Zutaten für die Füllung gründlich und stelle die Füllung zur Seite. Den Teig hole ich aus dem Kühlschrank, rolle ihn auf der bemehlten Arbeitsfläche aus und belege eine etwas mit Butter eingefettete Tarteform damit. Jetzt verteile ich die Füllung auf dem Teig und backe die Quiche etwa 40 bis 50 Minuten im Ofen knusprig, sie soll dabei ruhig etwas braun werden.

Währenddessen die Quiche im Ofen bäckt, wasche und schneide ich die Paradeiser klein. Olivenöl, weißer Balsamico, etwas Salz und Honig gebe ich in ein verschraubbares Glas und schüttle alles kräftig durch. Diese Mischung vermenge ich gründlich mit den Paradeisern.

Ja, und dann, geht´s eigentlich nur mehr um´s Anrichten und Genießen: die fertig gebackene Quiche wird aus dem Ofen geholt, darüber kommen die marinierten Paradeiser, das Pesto genovese und frische Basilikumblätter! Genießt die Quiche, genießt den Sommer und auch den Juni, selbst wenn er – so wie bei uns – jedes Jahr so ereignisreich ist…wie Mum das sagt 🙂

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Paradeis-Vanille-Marmelade

Zurückgekehrt aus der Südsteiermark von der Hochzeit meines jüngsten Cousins Yves und seiner Kelly lasse ich unseren kurzen Familienausflug noch einmal Revue passieren und muss wieder einmal feststellen: es sind oft die einfachen Dinge, die das Leben schön und besonders machen. Die Südsteiermark ist auch eine kurze Reise wert, sie ist einer dieser vielen wunderbaren Flecken unseres Landes und ich habe es wirklich genossen mit meiner Familie in den Weinbergen zu sitzen, gemeinsam zu essen und zu trinken und in die wunderschöne Landschaft zu blicken…und wir haben auch tatsächlich einfach gegessen: etwas Lammsalami mit Traubengelee, ein klein wenig Schafskäse mit Honig und süß-sauer eingelegten Marillenspalten, Lammrohschinken mit Kräutertopfen und Schafskäse mit Frühlingszwiebeln und Kernöl, what else 🙂 , um nur ein paar wenige, einfache, aber in der Kombination doch so besondere Schmankerln zu nennen. Ich habe mir auf alle Fälle wieder so einiges an Ideen mitgenommen und mich gefreut, dass ich noch während unserer Woche am See diese Paradeis-Vanille-Marmelade mit dezenter Schärfe gemacht habe, denn angeregt durch unser Südsteiermark-Wochenende fallen mir gerade unglaublich viele, feine, einfache, aber doch besondere Einsatzmöglichkeiten für sie ein. *schwelg* 🙂

Die Zutaten:

1 kg Kirschparadeiser
1 Vanilleschote
4 Knoblauchzehen
1 Chillischote
etwas Salz
500 g Gelierzucker 1:1

außerdem:

ein paar Marmeladegläser, in heißem Wasser ausgekocht

Die Marmelade ist rasch zubereitet und auch einfach in der Herstellung, so funktioniert´s: ich gebe Paradeiser, Knoblauchzehen, die Chillischote mitsamt der Kerne, das ausgekratzte Mark der Vanilleschote, etwas Salz und den Zucker in einen Topf und püriere alles mit dem Mixstab mehr oder weniger fein. Dann koche ich alles einmal auf, reduziere die Hitze, und lasse die Marmelade 45 Minuten bei mittlerer Hitze dahin köcheln. Jetzt kann sie auch schon in Gläser abgefüllt werden! Sie hat eine nicht ganz feste, sondern eher cremige Konsistenz – das ist so gewollt 😉 – und sie schmeckt wunderbar zu gegrilltem Fleisch oder auch zu Käse…und sie hält sich kühl gelagert etwa 6 Monate, bei uns allerdings nicht… 😉 Viel Freude beim Nachkochen und Genießen!

Paradeis-Vanille-Marmelade 4.92/5 - 12 Bewertungen
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Rhabarber-Limetten-Sirup

Da ist er nun, der Sommer! Die Sonne scheint und die Grillen zirpen, was das Zeug hält! Und da die Temperaturen jetzt auch sukzessive steigen und man dementsprechend angemessen trinken sollte, habe ich mir eine süß-saure, auf jeden Fall erfrischende Sirupvariante überlegt. Kommt auch sicher gut als Geschenk bei der nächsten Grillerei an!

Die Zutaten (für 5 Flaschen zu je 250 ml):

1 kg Rhabarber
2 Limetten, unbehandelt
1 kg Sirupzucker

außerdem:

Glasflaschen

Ich schneide den Rhabarber grob klein, die Limetten werden geviertelt. Zusammen mit dem Zucker und 500 ml Wasser gebe ich alles in einen großen Topf.

Ich koche alles einmal kurz auf und nehme dann sofort den Topf vom Herd. Deckel drauf und über Nacht bzw. am besten 24 Stunden stehen und ziehen lassen.

Am nächsten Tag entferne ich die Limettenspalten und passiere den Rhabarber durch ein Sieb, wenn man eine flotte Lotte hat, dann kann man das auch mit dieser tun. Jetzt koche ich den Sirup noch einmal für etwa 5 Minuten auf, dann lasse ich ihn abkühlen und fülle ihn in die vorbereiteten Flaschen. Das war´s auch schon! Ein paar Eiswürfel in ein Glas, etwas Sirup dazu und mit eiskaltem, prickelndem Mineralwasser aufspritzen! Herrlich! Willkommen Sommer 🙂 !

Rhabarber-Limetten-Sirup 4.93/5 - 15 Bewertungen
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