Überbackener Chicorée

Haben wir jetzt Frühling…? Oder haben wir ihn nicht? Das Wetter kann sich heuer immer noch nicht so recht entscheiden…deswegen schwanken auch hierorts die kulinarischen Bedürfnisse heute zwischen leichter Frühlingsküche und wärmendem soulfood…und – I have to say – diese Kombination passt durchaus, zitroniger Fisch zu überbackenem Chicorée, ja, das könnte es durchaus des Öfteren geben…außer: der Frühsommer entscheidet sich nun doch bald durchzustarten…aber so richtig! 🙂

Die Zutaten (davon werden, wenn man Fisch dazu reicht, 4 sicher satt):

4 Chicorée
200 g Serrano Schinken
150 g Creme fraiche
2 Eidotter
200g Cheddar Cheese, gerieben
Salz, Pfeffer

Und wenn man Fisch dazu reicht:

1 kg Lachsfilet
1 Biozitrone
etwas Butter
Salz, Pfeffer

Zunächst heize ich das Backrohr auf 190 ° vor. Dann wird der Chicorée geputzt, halbiert und vom Strunk befreit – der Strunk ist nämlich bitter, that´s why 😉 . Die  Chicorée-Hälften gebe ich vorsichtig in einen Topf mit kaltem Wasser und blanchiere sie so, dass sie möglichst ihre Form behalten und nicht außeinander fallen. Dann gieße ich das Wasser – ebenso vorsichtig – ab und wickle jede  Chicorée-Hälfte in 2 Scheiben Serrano Schinken ein. Diese wiederum lege ich in eine mit Olivenöl ausgepinselte ofenfeste Form.

Creme fraiche, geriebenen Cheddar, die 2 Eigelb, Salz und Pfeffer vermenge ich gründlich in einer Schüssel, bevor ich sie über den Chicorée gieße. Dann wandert der Chicorée ins vorgeheizte Backrohr…mindestens 20 bis 25 Minuten, jedenfalls so lange, bis er an der Oberfläche ein wenig braun geworden ist, habt´ ein Auge darauf, jeder Ofen ist ein bisschen anders 😉 …

Die Lachforellenfilets salze ich und presse die Zitrone darüber aus. Sie können ruhig ein wenig Zimmertemperatur annehmen, bevor sie in die Pfanne wandern. Das tun sie aber erst am Schluss, also stelle ich sie jetzt noch kurz zur Seite.

Kurz bevor der Chicorée aus dem Ofen geholt wird, brate ich die Lachsforellenfilets in einer beschichteten Pfanne in ein wenig zerlassener Butter zuerst auf der Hautseite kross an, bevor ich sie wende und auf der Fleischseite bei reduzierter Hitze noch durchziehen lasse. So bleiben sie innen zart und werden nicht trocken.

Naja, und dann geht´s nur mehr um´s Genießen…ich bin schon gespannt, ob ihr das ausprobieren werdet… 🙂

Überbackener Chicorée 5.00/5 - 6 Bewertungen
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Flammkuchen mit Ziegenkäse, Honig und frittierten Kapern

Das war eine ereignisreiche Woche! Das erste Kücheninsel Pop Up in der Garbarage im Rahmen des Salon Philosophique war ein voller Erfolg. Fast 60 Gäste habe ich mit Fingerfood verköstigt und es ist fast nix übrig geblieben 🙂 , was wohl das größte Lob ist 🙂 . Nichts desto trotz sind solche events aber natürlich auch anstrengend…vor allem, wenn das „normale“ Leben nebenher auch weiterläuft. Deswegen habe ich mich gestern Abend für ein einfaches, after-work-cooking Rezept entschieden, denn Lust zu kochen, habe ich ja ständig, aber manchmal darf es auch etwas Nix-Aufwendiges sein, besonders dann, wenn´s wieder um Energie auftanken geht und Kraft geschont werden soll. Ich habe es schon mal an anderer Stelle gesagt, ja, ich verwende hin und wieder auch convenience Produkte, denn manche dieser Produkte haben auch eine echt passable Qualität. Wer genügend Reserven hat, kann sich den Flammkuchenteig aber natürlich auch selber machen. Wie das funktioniert, könnt´ ihr hier nachlesen http://www.die-kuecheninsel.at/flammkuchen-mit-karamellisierten-marillen-ziegenkaese-und-krossem-schwarzwaelder-schinken/, das war ein sommerlicher Flammkuchen, den ich im letzten Sommerurlaub am See gemacht habe. Hier kommt jetzt aber mein after-work-just-simple Flammkuchenrezept, das durch die frittierten Kapernbeeren einen kleinen Geschmackskick bekommen hat 😉 …

Die Zutaten:

1 Packung Flammkuchenteig
etwas Honig, ich habe cremigen verwendet
150 g weichen Ziegenkäse, oder auch etwas mehr, wenn man möchte
2 Handvoll Kirschparadeiser
2 Handvoll Ruccola
1 Glas Kapernbeeren
etwas Mehl
etwas Butter
etwas Olivenöl

Zunächst heize ich das Backrohr nach der Angabe auf der Flammkuchenteigpackung vor. Den Flammkuchenteig rolle ich auf einem Backpapier aus, beträufle ihn mit Honig und zupfe den Ziegenkäse darüber. Dann wandert der Flammkuchen auch schon in den Ofen. Er braucht dort nicht länger als 10 bis 15 Minuten.

In der Zwischenzeit wasche ich Ruccola und Paradeiser und schneide die Paradeiser unregelmäßig in 2 Hälften. Jetzt fehlen nur noch die frittierten Kapernbeeren. Dazu spüle ich die Kapern mit kaltem Wasser gut durch und wälze sie in etwas Mehl. In einem Topf erhitze ich etwas Olivenöl und lasse darin ein gutes Stück Butter schmelzen. Wenn das Öl-Butter-Gemisch heiß genug ist – und das ist es, wenn ihr den Stiel eines Holzlöffels hineinhaltet und kleine Bläschen daran aufsteigen – gebe ich die Kapernbeeren hinein und frittiere sie etwa 5 Minuten. Behaltet sie im Auge, nicht dass sie zu dunkel werden. Danach nehme ich die Kapern aus dem Topf und gebe sie auf ein Stück Küchenrolle, das das überschüssige Fett aufsaugt.

Und dann geht´s auch schon ans Zusammenbasteln! 🙂

Der Flammkuchen wird aus dem Ofen geholt und mit Ruccola und Paradeisern belegt. Zuletzt streue ich die Kapernbeeren darüber. Und? Wie gefällt euch diese knusprig-cremige, salzig-süße Kombination? Dem Hausherren hat sie im Übrigen gefallen 😉 …

Flammkuchen mit Ziegenkäse, Honig und frittierten Kapern 4.92/5 - 12 Bewertungen
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Spargel-Spinat-Salat mit honigglasiertem Ziegenkäse, Pinienkernen und Himbeeren

Spargel-Spinat-Salat-mit-honigglasiertem-Ziegenkäse-Pinienkernen-und Himbeeren-1

Ostern! Hasenfest! Zeit für ein come-together-cooking-Rezept mit dem gewissen Etwas! Das kriegt man hin, auch für mehrere Genussbegeisterte! Ich liebe das Zusammenspiel von Würze und Süße…und Spargel liebe ich soundso…

Die Zutaten (für 6 Personen als Vorspeise):

1 kg grüner Spargel
200 g junger Spinat
2 Handvoll Himbeeren
1 Handvoll Pinienkerne
etwa 300 g cremiger Ziegenkäse oder auch ein wenig mehr 😉
etwas Honig

Für das Dressing:

Olivenöl
Fruchtessig, hier war es mein Himbeeressig http://www.die-kuecheninsel.at/himbeeressig/
(ihr könnt´ aber auch weißen Balsamico nehmen, den ihr mit ein bisschen Honig süßt)
Salz, Pfeffer

Die holzigen Enden des Spargels schneide ich ab und koche ihn in Salzwasser weich…nicht zu weich, aber er sollte nicht mehr knackig sein. Dann schrecke ich den Spargel sofort mit eiskaltem Wasser ab – so behält er seine schöne, grüne Farbe. Jetzt kann man den Spargel einstweilen zur Seite stellen.

Jetzt geht´s an die Zubereitung des Dressing. Dazu gebe ich Olivenöl und Himbeeressig im Verhältnis 2:1 in ein Glas mit Schraubdeckel, füge etwas Salz und Pfeffer hinzu, verschließe das Glas fest mit dem Deckel und schüttle das Dressing einige Sekunden gut durch.

Den Ziegenkäse platziere ich auf einem Stück Alufolie und beträufle ihn mit Honig. Dann darf er bei 150 ° in den Backofen…er darf und soll schmelzen – behaltet ihn aber etwas im Auge, nicht, dass er zu flüssig wird, sonst könnt´ ihr ihn nicht mehr schön anrichten. Da er ja schon cremig ist, schmilzt er schnell, er braucht also nur wenige Minuten bis zur richtigen Konsistenz.

Ja und dann geht´s auch schon ans Anrichten. Ich gebe dazu die geputzten, jungen Spinatblätter und den Spargel in eine große Schüssel, schüttle das Dressing im Glas noch mal gut durch und vermische es sorgfältig mit Spinat und Spargel. Auf die Teller verteile ich zuerst den Spinat, mittig setze ich ein paar Spargelstangen, darüber fließt der cremig-süße Ziegenkäse und vollendet wird mit den Himbeeren und den Pinienkernen.

Spargel-Spinat-Salat-mit-honigglasiertem-Ziegenkäse-Pinienkernen-und Himbeeren-2

Und? Werdet ihr das ausprobieren!? Die Kombination kann wirklich was…versprochen 😉 ! Solange es noch Spargel gibt, werde ich den in den nächste Wochen noch ein paar Mal machen! Viel Freude beim Nachkochen!

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Bärlauch-Spinatcremesuppe mit Onsen Ei und Blunzentascherl

Ich habe die Ehre beim Perfekten Dinner mit zu kochen! Das Perfekte Dinner Perchtoldsdorf & Umgebung kocht wurde von Silvia aka Torten Silvi, der Gründerin der Koch-Community Perchtoldsdorf & Umgebung kocht, ins Leben gerufen und ich war die erste, die für Silvia, Gudrun und Michael kochen durfte! Ich bin schon waaahnsinnig neugierig, wie sie mein Dinner bewertet haben – klar haben wir Bewertungskarten (!) -, momentan bin ich aber entspannt, denn auf mich warten noch drei kulinarisch sicherlich spannende Abende mit neuen Freunden, denn wir haben uns alle drei zuvor nicht gekannt! Als Auftakt habe ich eine Suppe serviert…mit ein bisschen „Gschisti Gschasti“ 😉 …aber es geht ja auch um das perfekte Dinner 😉 …

Die Zutaten (für 4):

1 kg Bärlauch
500g Blattspinat
1 große weiße Gemüsezwiebel
500 ml Rindsuppe
250 ml Obers
etwas Öl
Salz, Pfeffer

4 Eier

1 Packung Blätterteig
400 g Blunzen
1 Ei zum Bestreichen

Ich beginne mit den Onsen Eiern. Dazu fülle ich in einen Topf Wasser, das ich mithilfe eines Thermometers auf konstante 68 ° erhitze. Die Eier gebe ich ins Wasser und lasse sie 45 Minuten bei 65 bis 67° garen. Nach der Garzeit wickle ich die Eier in ein Küchentuch und lege sie ins Bett, unter die Bettdecke – so hat meine Mum früher den Reis nachziehen lassen, die Onsen Eier hält es dort bis zum Servieren der Suppe warm 😉 .

Für die Blunzentascherl heize ich das Backrohr auf 220 ° vor. Das Ei wird in einem Glas verquirlt. Die Blunzen befreie ich von der Haut und röste sie in etwas Öl kurz an. Dann darf sie abkühlen. Währenddessen steche ich aus dem Blätterteig 8 Scheiben im Durchmesser von etwa 8 bis 10 cm aus, das geht auch mit einem Glas, falls man keinen Ausstecher zur Hand hat. Auf jeweils 4 Blätterteigscheiben verteile ich die abgekühlte Blunze, bestreiche die Ränder mit dem verquirlten Ei, lege die anderen Scheiben darüber, drücke die Teigränder mit Hilfe der Zinken einer Gabel fest und bestreiche alle 4 Tascherl zuletzt nochmal großzügig mit Ei.

Dann wandern die Blunzentascherl für 10 bis 15 Minuten ins Backrohr. Behaltet sie ein bisschen im Auge, damit sie nicht zu dunkel werden.

Für die Suppe befreie ich den Bärlauch von groben Stängeln, putze bzw. wasche ihn gut, blanchiere ihn in reichlich kochendem Salzwasser – das nimmt ihm ein wenig von seiner Schärfe – und schrecke ihn danach sofort mit Eiswasser ab – dadurch behält er seine herrlich grüne Farbe! Dann drücke ich ihn gut aus und hacke ihn klein.

Jetzt schneide ich die Gemüsezwiebel in kleine Würfel und schwitze sie in etwas Öl glasig an. Dann gebe ich den Bärlauch und die Spinatblätter hinzu und rühre alles so lange durch bis die Spinatblätter zusammengefallen sind – das dauert nicht lang. Mit der Rindsuppe lösche ich das Gemüse ab, koche alles einmal auf, bevor zuletzt auch noch das Obers in den Topf darf. Dann braucht man nur noch alles mit dem Pürierstab fein durch mixen und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Wenn ich die Suppe schon einige Zeit bevor die Gäste kommen vorbereite, gebe ich das Obers erst dann hinzu wenn alle schon da sind und mixe die Suppe frisch durch.

Jetzt braucht man nur noch die Onsen Eier aus dem Bett holen 😉 und kann mit dem Servieren beginnen. Die Suppe wird auf die Teller verteilt, je ein Onsen Ei hat die Ehre in den Teller dazu zu gleiten und die Blunzentascherl reicht man einfach dazu. Eine 3 Komponenten Suppe, die man aber hinbekommt! Und zu besonderen Anlässen darf es ja hin und wieder auch ein wenig aufwendiger sein 😉 …genießt die Zeit miteinander!

Bärlauch-Spinatcremesuppe mit Onsen Ei und Blunzentascherl 4.91/5 - 23 Bewertungen
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Topfentorte ohne Boden

In jeder Familie gibt´s doch kulinarische Evergreens & Superhits, traditionelle Rezepte, die immer weitergegeben werden…diese Topfentorte ist so ein Rezept, ich kenne sie seit meiner Kindheit, da gab es sie, weil mein Vater Topfentorte sehr gerne hat…und obwohl ich ja nicht so unbedingt Süßes brauche, diese Torte habe auch ich dann hin und wieder doch sehr gerne. Außerdem ist sie echt (!) sehr einfach und unkompliziert in der Zubereitung, versprochen 🙂 . Ein, wie ich finde, tolles Rezept, das sich auch noch ausgeht, wenn sich spontan Besuch angesagt hat…so, wie bei uns neulich… 😉

Die Zutaten:

200g Butter
300g Zucker
1 kg Topfen
4 EL Grieß
1 Päckchen Vanillezucker
1 Päckchen Vanillepudding
1 Päckchen Backpulver
6 Eier
1 unbehandelte Zitrone, davon die abgeriebene Schale und den Saft
Himbeeren, wenn man mag
etwas Staubzucker

Zu allererst heize ich den Backofen auf 180 ° vor.

Dann muss die Butter mit dem Zucker verrührt werden – das geht besonders leicht, wenn man beides in einem Topf am Herd langsam  erwärmt. Nun braucht man nur mehr alle restlichen Zutaten gut miteinander vermischen und zuletzt das Butter-Zucker-Gemisch unterrühren.

Die Tortenform reibe ich gründlich mit reichlich Butter ein, bevor ich den Kuchenteig hineingebe.

Jetzt wandert die Topfentorte für etwa 45 Minuten in den Ofen, sollte die Oberfläche zu braun werden, kann man sie mit einem Bogen Backpapier abdecken. Am Ende der Backzeit mit einer Nadel vorsichtig in die Torte stechen – wenn kein Teig mehr daran kleben bleibt, ist die Torte fertig.

Nachdem die Topfentorte abgekühlt ist, bestreue ich sie mit etwas Staubzucker und verziere sie mit den Himbeeren…im Sommer mache ich dazu auch noch ein Minzpesto, das dem Ganzen noch den besonderen Kick verleiht…wie das funktioniert, erzähle ich euch später mal…versprochen 😉 !

Topfentorte ohne Boden 4.96/5 - 23 Bewertungen
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