Lungenbratenschnitzerl, dem Hausherren Liebstes…

Ferien, Sommerfrische und der Geburtstag des Hausherren fallen jedes Jahr zusammen! Und zum Geburtstag entscheidet natürlich der Hausherr, was auf den Tisch kommt 😉 …aber diesbezüglich muss ich ihn eigentlich soundso nicht fragen, denn er freut sich jedes Jahr über diese kleinen, feinen Schnitzel, die ich tatsächlich nur einmal im Jahr zubereite…wodurch sie natürlich etwas ganz Besonderes werden…

Die Zutaten:

(heute gibt´s ganz bewusst keine Mengenangaben, ihr entscheidet,
für wie viele liebe Menschen ihr diesen Klassiker zubereiten möchtet…)

Schweinslungenbraten
Salz
Zitrone
Butterschmalz

Für die Panier:

Mehl
Eier
Brösel

Als Beilage für einen klassischen Erdäpfelsalat:

1 kg Erdäpfel, festkochend
1 rote Zwiebel
200 ml Rindssuppe
8 EL Rapsöl
3 EL Apfelessig
2 EL süßer Senf
Salz, Pfeffer

Bevor ich mich an die Zubereitung der Schnitzel mache, bereite ich den Erdäpfelsalat zu, denn der muss unbedingt in der Marinade durchziehen. Dazu koche ich die Erdäpfel mit Schale weich. Anschließend schäle ich die noch heißen Erdäpfel und schneide sie in Scheiben in eine Schüssel. Die Rindsuppe, die ich in einem kleinen Topf erwärmt habe, verrühre ich in einem separaten Topf mit dem Öl, dem Essig, dem süße Senf, Salz und Pfeffer gründlich. Jetzt gieße ich die Marinade über die noch warmen Erdäpfel und rühre alles ein paar Mal gut durch, das lässt den Erdäpfelsalat schön cremig werden. Zuletzt füge ich noch den roten Zwiebel hinzu, den ich in feine Scheiben geschnitten habe. Und jetzt darf der Erdäpfelsalat in Ruhe durchziehen und man kann sich der Zubereitung der Schnitzel widmen.

Für die Schnitzel schneide ich den Schweinslungenbraten in nicht zu dicke Scheiben. Ich klopfe das Fleisch nicht mit einem Fleischklopfer – das ist mir bei diesem zarten Fleisch zu grob –  sondern verwenden nur meinen Handballen, um das Fleisch noch ein bisschen flacher zu machen. Jetzt salze ich die Fleischteile von beiden Seiten und dann geht´s auch schon ans Panieren. Mehl, Eier und Brösel verteile ich auf drei Teller  und wende die Fleischteile der Reihe nach in Mehl, Ei und Brösel. Wenn alles paniert ist, erhitze ich in einem hohen Topf (umso höher, umso weniger spritzt´s raus 😉 ) das Butterschmalz. Das Backrohr heize ich auf 80 ° vor und stelle ein mit Backpapier ausgelegtes Reindl hinein…darin halte ich die Schnitzel warm, bis alle Teile fertig sind. Wenn das Butterschmalz heiß genug ist – und das ist es, wenn ihr einen Kochlöffelstiel hineinhaltet und daran Blubberblasen aufsteigen -, kann man mit dem Herausbacken beginnen. Ich gebe immer nur zwei, höchstens drei Schnitzel in den Topf, die haben dann genügend Platz zum knusprig werden, und auch beim Schwenken des Topfes kommen sie sich nicht zu sehr in die Quere. Das Schwenken des Topfes ist übrigens sehr wichtig! Es geht dabei darum das Butterschmalz durch das Schwenken des Topfes um die Schnitzel immer wieder herumlaufen zu lassen, damit die Panier souffliert, also schön aufgeht und locker wird. Diese Mühe sollte man sich machen, es zahlt sich aus, versprochen.

Die fertigen Lungenbratenschnitzerl wandern ins Backrohr, dort halte ich sie warm, bis alle Schnitzel fertig sind…bei 80 ° bleiben sie warm und trocknen nicht aus!

Ich serviere die Schnitzel immer mit einer aufgeschnittenen Zitrone. Der Hausherr mag das auch, aber das ist natürlich Geschmacksache. Im Übrigen mache ich immer mehr Schnitzerl, als der Hausherr und ich verdrücken können, denn auch kalt sind die Lungenbratenschnitzerl ein wahrer Genuss 🙂 …

Lungenbratenschnitzerl, dem Hausherren Liebstes… 5.00/5 - 9 Bewertungen
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