Peperonata

Was für eine Woche! Nicht nur, dass wir unseren alljährlichen Kongress im wunderschönen Palais Ferstel zum Thema „Human-basierte Behandlung heute: Auf dem Weg zu einer Medizin von Menschen für Menschen“ hatten…am Mittwoch zuvor gab es auch ein neuerliches Kücheninsel Popup  in der Garbarage nach meinem Vortrag „EssThetik – Kultur des Essens, Essen mit Kultur“…und ich liebe ja die Abwechslung, die mein Beruf so mit sich bringt…aber solche Wochen sind dann doch auch recht stressig, auch, wenn´s positiver Stress ist 😉 . Die Herausforderung im Rahmen des Kücheninsel Popup bestand darin, etwas Kulinarisches für etwa 50 Gäste vorzubereiten…nicht das „Was“ stellte dabei die challenge dar, sondern mehr das „Wieviel“! Auf jedenfall habe ich mich für das Thema „food im Glas“ entschieden und unter anderem diese wunderbare Peperonata gebastelt, die sich wirklich just-simple auch für viele vorbereiten lässt! Als Vorspeise kann man sie mit Ziegenkäse verfeinern, so wie ich das am Mittwoch gemacht habe…sie passt aber auch wunderbar als Beilage zu Fisch oder auch einem schönen Stück Fleisch…entscheidet selbst!

Die Zutaten (für 6…NICHT für 50! 😉 ):

2 weiße Zwiebel
6 Knoblauchzehen
3 rote Paprika
3 gelbe Paprika
8 Sardellen
6 EL Himberessig, es geht aber auch weißer Balsamico
1 Glas kleine Kapernbeeren
Salz, Pfeffer
ein Bund Petersilie, gehackt

eventuell:

Ziegenkäse, in Scheiben- oder auch in Bällchenform
Schnittlauch

Zunächst wasche ich die Paprika, trockne sie gründlich ab, entferne die Stielansätze sowie das Innenleben und schneide sie in nicht zu dünne Streifen.

Dann schäle ich Zwiebel und Knoblauch, schneide die Zwiebel in feine Streifen, den Knoblauch in kleine Würfel. In einer Pfanne erhitze ich das Olivenöl und schwitze darin die Zwiebel hellgelb an. Jetzt dürfen auch schon die vorbereiteten Paprikastreifen in die Pfanne. Bei mittlerer Hitze brate ich sie einige Minuten an, lasse sie dabei aber keine Farbe nehmen. Jetzt salze ich alles leicht und füge auch den Knoblauch hinzu. Ich lasse alles etwa 10 Minuten köcheln und rühre dabei gelegentlich mit einem Holzlöffel um, damit das Gemüse nicht am Boden ansetzt. Dann füge ich den Essig hinzu, mische alles gut durch und lasse die Peperonata noch so lange weitergaren, bis die Paprikastücke weich und zart sind und sich ein sirupartiger Fond am Pfannenboden gebildet hat. Jetzt schiebe ich die Gemüsemischung ein bisschen auseinander, sodass ein Stück vom Boden der Pfanne frei wird. Dorthin kommen jetzt die Sardellen, die ich mit einem Holzlöffel am Pfannenboden gründlich zerdrücke. Dann wird alles gut durchgerührt und noch kurz unter gelegentlichem Rühren am Herd geköchelt, ganz zuletzt mische ich die gut durchgespülten und abgetropften Kapernbeeren  und die gehackte Petersilie darunter und würze die Peperonata mit einer kräftigen Prise Pfeffer.

Man kann die Peperonata natürlich sofort und warm servieren…ich habe sie – für die „food im Glas“-Variante – aber abkühlen lassen, in Gläser abgefüllt und mit Ziegenkäse und gehacktem Schnittlauch vollendet.

Wenn ihr die Peperonata als Vorspeise serviert, dann serviert sie auf einer großen Platte und reicht dazu frische, ofenwarme Ciabatta…mehr braucht sie nicht. Ein klassisches, einfaches, italienisches Schmorgericht, das dort auch gerne ganz traditionell mit Erdäpfeln gereicht wird…herrlich! Und gesund auch noch! Also: werdet ihr sie probieren!? 😉

Peperonata 4.88/5 - 25 Bewertungen
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