Ka Powidl die Trilogie von der Zwetschke

Zwetschkenbäume begleiten mich schon seit meiner Kindheit! Im Garten meiner Großeltern am Attersee gab es einen Zwetschkenbaum, der Ende Juli schon reife Zwetschken getragen hat, aus denen die Andorfer-Oma dann jeden Sommer Powidl eingekocht hat. Wenn wir dann aus der Sommerfrische zurück nach Hause gekommen sind, waren bei uns im Garten die Zwetschken reif und meine Mum hat Zwetschkenknödel gezaubert und Zwetschkenkuchen gebacken. Und diese süßen Kindheitserinnerungen habe ich heuer allesamt wieder wach gerufen, denn der Hausherr, das Hundetier und ich, wir sind vor gut einem Jahr auf´s Land gezogen und haben in unserem neuen alten Garten einen Zwetschkenbaum entdeckt, dessen Zwetschken schon Anfang Juli vollreif waren! Also habe ich mich an die Zubereitung der Rezepte aus meiner Familie gemacht und vor allem dem Hausherrn, der ein „Süßer“ ist 🙂 , eine große Freude mit den Zwetschkenknödeln und dem Zwetschkenkuchen vom Blech gemacht. Über den Powidl der Andorfer-Oma werden wir uns auch noch in der kalten Jahreszeit freuen…ich sollte endlich auch einmal Powidltascherl ausprobieren – dem Hausherren zu Liebe 😉 , denn geteiltes Glück ist ja bekanntlich Doppeltes. Und genau aus diesem Grund teile ich auch sehr gerne unsere Rezepte von Daheim mit euch #foodies!
Los geht´s!

Powidl, so wie ihn die Andorfer-Oma immer gemacht hat

Die Zutaten (für 2 Gläser à 250 ml, vielleicht ein bisschen mehr…):

1,5 kg Zwetschken
150 g brauner Zucker
1 TL Zimt
2 EL Gölles Apfelbalsamico (#keinewerbung #selbstbezahlt)

außerdem:

heiß ausgekochte Gläser

Die Zwetschken wasche und halbiere ich und gebe sie in meinen Schmortopf. Dann gebe ich Zucker, Zimt und den Apfelessig dazu und vermische alles gründlich.

Abgedeckt lasse ich die Zwetschken 1 Stunde Saft ziehen. Das Backrohr heize ich auf 180 ° vor. Bevor ich den Schmortopf in den Ofen gebe, rühre ich die Zwetschken noch einmal gut durch, dann werden die Zwetschken 3 1/2 Stunden zugedeckt „gebacken“. Nach dieser Zeit hole ich sie aus dem Ofen und mixe die Zwetschken mit dem Pürierstab zu einem feinen Mus…sollte es zu dick sein, könnt´ ihr immer noch ein wenig Wasser hinzufügen. Den Powidl erhitze ich dann noch einmal für 10 Minuten unter ständigem Rühren am Herd, bevor ich ihn in die vorbereiteten, natürlich sauberen Gläser abfülle. Fertig! Und das Ergebnis…

…a Powidl, der sich sehen lassen kann, von einer wunderbar, cremigen Konsistenz. Ich liebe diese Rezepte, die nur wenige frische, gute Zutaten brauchen und auch nicht schwer in der Herstellung sind. Außerdem sollten diese alten Rezepte erhalten bleiben, weil sie auch oft mit der Erinnerung an liebe Menschen verbunden sind 🙂 , dieses hier ist, wie ich schon erwähnt habe, von der Andorfer-Oma, die keine Lust auf´s Rühren des Powidl hatte und ihn deswegen genau so, wie ich es beschrieben habe, im Ofen „gebacken“ hat.

Weiter geht´s mit…

Mum´s Zwetschkenknödel aus Topfenteig

Die Zutaten:

Für den Topfenteig:

250 g Topfen
1 Ei
60 g Butter
150 g Mehl
1 Prise Salz

8 Zwetschken
etwa 100 g Butter zum Anrösten der Semmelbrösel
1 bis 2 Handvoll Semmelbrösel
Staubzucker

Zuerst halbiere ich die Zwetschken und entferne die Kerne.

Dann geht´s an die Zubereitung des Topfenteiges. Dazu vermische ich das Ei mit dem Topfen, der Butter und dem Mehl, sowie einer Prise Salz. Falls der Teig zu klebrig sein sollte, kann man ruhig ein bisschen mehr Mehl einarbeiten. Jetzt kann er auch schon in 8 gleich große Stücke geteilt werden.

Das Wasser bringe ich in einem großen Topf zum Kochen.

Dann nimmt man je einen Teil des Teiges in die bemehlte Handfläche und drückt ihn zu einem flachen runden Kreis. In die Mitte platziert man eine Zwetschke und umhüllt sie vollständig mit dem Teig. Die einzelnen Knödel  rolle ich behutsam zwischen den Händen ein wenig hin und her und lege sie zur Seite.

Wenn das Wasser leicht kocht, legt man alle Knödel vorsichtig hinein und lässt sie etwa 10 Minuten sanft köcheln, bis sie gar sind und an die Wasseroberfläche steigen.

Während dieser Zeit schmelze ich die Butter in einer Pfanne und röste die Semmelbrösel in der flüssigen Butter an.

Wenn die Zwetschkenknödel gar sind, hebe ich sie aus dem Topf und schwenke sie in den gerösteten Semmelbröseln.

Wer möchte, kann die Zwetschkenknödel zuletzt auch noch mit Staubzucker bestreuen. Ich bringe sie noch heiß an den Tisch! Unter uns geflüstert: sie schmecken aber auch, wenn sie kalt sind, noch immer ganz wunderbar 😉 !

Vielleicht schmeckt euch aber auch noch der…

Zwetschkenkuchen vom Blech

Die Zutaten:

4 Eier
150 g Zucker
200 g Butter
230 g Mehl
1 Packerl Backpulver
etwa 1 kg Zwetschken

Zu allererst heize ich den Ofen auf 180 ° Umluft vor.

Dann schmelze ich die Butter in einem kleinen Topf, denn bis zur Verarbeitung muss sie abkühlen.

Jetzt halbiere ich die Zwetschken, entferne die Kerne und halbiere die Hälften noch einmal.

Und dann geht´s auch schon an die Zubereitung des Teiges. Dazu schlage ich die Eier und den Zucker solange bis die Konsistenz sehr schaumig ist. Dann darf auch schon die geschmolzene, abgekühlte Butter dazu und in einem weiteren Schritt das Mehl und das Backpulver. Ich verrühre alles ganz gründlich, bevor ich den Teig auf einem Backblech, das ich mit Backpapier ausgelegt habe, verteile. Dann verteile ich auch schon die Zwetschken auf dem wunderbaren Teig.

Jetzt darf das Blech in den Ofen, wo der Zwetschkenkuchen 30 Minuten fertig gebacken wird…

Der Zwetschkenkuchen vom Blech ist wunderbar saftig – so soll er auch sein. Ich lasse ihn abkühlen und bestreue erst kurz vor dem Genießen jedes Stück einzeln mit etwas Staubzucker.

Und!? Worauf habt ihr jetzt Lust!? Noch haben die Zwetschken bei uns Saison und vielleicht habt ihr ja auch einen Zwetschkenbaum im Garten stehen oder ihr holt euch welche vom Markt. Ich hoffe sehr ihr probiert das eine oder andere Rezept aus meiner Familie aus und habt Freude dabei! Passt auf euch auf und bleibt gesund! 🙂

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2 Gedanken zu „Ka Powidl die Trilogie von der Zwetschke“

  1. Lauter leckere Köstlichkeiten, ich liebe Zwetschgen. Habe alles schon öfters gemacht.
    Sei froh so einen Baum im Garten zu haben!

    Liebe Grüße
    Lela

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