Sommerrollen mit scharfem Lachs, Gurke und Sprossen

Habe ich schon von meiner Cousine Doris erzählt!? Doris ist schon ziemlich viel in der Welt herum gekommen, aber am liebsten ist mir, wenn Doris wieder in Wien ist, wir beide Zeit haben und uns treffen, um – zumeist – wunderbar thailändisch essen zu gehen. Dann genießen wir beide gemeinsam einen herrlich scharfen Papayasalat und dann zumeist ein Curry…beim Thai gibt es da verschiedene „Schärfegrade“ mit denen die köstlichen Gerichte gewürzt werden: „mild“, „hot“ und „thai“! Gefragt nach dem Schärfewunsch bestellen wir beide immer „thai“ und zaubern damit dem Gastgeber ein Lächeln ins Gesicht! Es kann uns gar nicht scharf genug sein, selbst wenn es uns die Tränen in die Augen treibt 🙂 , aber diese Schärfe macht glücklich…und das ist tatsächlich auch biologisch zu erklären, da unser Gehirn beim Verzehr von zum Beispiel Chilli Endorphine ausschüttet! Tatsächlich? Ja! Tatsächlich! 🙂

In dieser Woche war Doris bei mir und ich habe uns „Glücksessen“ – wie wir es nennen – gezaubert…weil´s halt glücklich macht! 🙂 Der Hausherr ißt ja nicht so gern scharf, aber er hatte einen „Aussentermin“ und so konnte ich ohne schlechtem Gewissen den Sommerrollen eine scharfe Note verpassen…wunderbar! 😉 Doris und ich – wir haben´s genossen, aber, wenn ihr es, so wie der Hausherr, auch nicht so gern zu scharf mögt´, dann lasst den Chilli einfach weg…ganz genaue Mengenangaben gibt´s heute keine, entscheidet selbst, wieviele Sommerrollen ihr für euch und eure Lieben basteln möchtet…

Die Zutaten:

Reispapierblätter
frischer Lachs
Sojasauce
Knoblauchzehen
Chilliflocken
1 Gurke
frische Basilikumblätter
verschiedene Sprossen

zum Dippen:

Sojasauce
Chillisauce

Zuerst heize ich das Backrohr auf 200 ° vor. Die Knoblauchzehen reibe ich zu einer Paste – das geht gut mit einer Gemüsereibe – und vermische sie mit der Sojasauce in einer Schüssel. Den Lachs befreie ich von der Haut, schneide ihn ihn 1 cm breite Streifen, die ich dann in der Mitte noch einmal halbiere. Jetzt gebe ich die Lachsteile in eine ofenfeste Form, bepinsle sie sorgfältig mit der Marinade und streue die Chilliflocken großzügig darüber. Jetzt dürfen sie auch schon ins Backrohr, ich lasse sie dort etwa 10 bis 12 Minuten, außen ist der Lachs dann durch, innen noch ein bisschen glasig.

Während der Lachs im Rohr gart, wasche ich die Gurke und schneide sie in dünne, etwa 7 cm lange Stifte.

…und wenn der Lachs dann etwas abgekühlt ist, kann´s auch schon ans Zusammenbasteln der Sommerrollen gehen 🙂 . Ich weiche jedes Reispapierblatt einzeln in kaltem Wasser ein, bis es beginnt weich zu werden. Man muss aufpassen, dass man das nicht zu lange macht, sonst werden die einzelnen Blätter zu weich, und man bekommt Schwierigkeiten beim Zusammenrollen, aber keine Sorge, man bekommt relativ rasch ein Gefühl für den richtigen Zeitpunkt.

Das Reispapierblatt lege ich auf einen Porzellanteller, in die Mitte des Reisblattes kommt ein Stück vom Lachs, darauf platziere ich 2 bis 3 Blätter Basilikum, ein wenig von den Sprossen und zuletzt ein paar Gurkenstifte.

Das Aufrollen funktioniert jetzt folgendermaßen: zuerst klappe ich das obere und untere Ende des Reipapierblattes ein, es kann ruhig ein bisschen über der Füllung zu liegen kommen, aber nicht ganz. Von der Seite her, ich mache das meistens von Links nach Rechts 😉 , wird nun die Füllung im Reisblatt eingewickelt. Das war´s auch schon!

Genossen haben wir die Sommerrollen mit Sojasauce und einer scharfen Chillisauce, die ich mit ein bisschen Honig verfeinert habe.  Süße und Schärfe – das passt auch sehr gut zusammen! Die Sommerrollen haben wir ja schon verputzt, aber es sind noch Reisblätter übrig geblieben…im Kühlschrank ist noch Roastbeef…und es gibt noch Radieschen und Salbei…vielleicht probiere ich da heute noch eine neue Variante der wunderbaren Sommerrollen aus…mal sehen… 😉

Sommerrollen mit scharfem Lachs, Gurke und Sprossen 4.93/5 - 14 Bewertungen
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