Ofengemüse mit Knoblauch-Limetten-Creme fraiche und Salsa verde

Alle reden, doch sagen nichts
Keiner weiß, wovon er spricht
In diesen Tagen sind offenbar
Die Sterne nicht zum Greifen nah

Ich will hier raus, ich will jetzt gehen
Schon alles gefühlt, schon alles gesehen
Schon alles gesehen
Schon alles gesehen
(Stand der Dinge, Börse Onkelz)

Im Grunde genommen bin ich ein recht positives Wesen und ich bin dankbar mit einem Grundvertrauen dahingehend ausgestattet zu sein, dass schwierige Geschichten in meinem Leben gut ausgehen werden…und das hat mir schon in vielen Momenten meines Lebens wirklich sehr geholfen. Doch mein Optimismus wird angesichts der momentanen Entwicklungen in unserem Land hart auf die Probe gestellt. Und nein, keine Sorge, ich raunze nicht, aber ich bin müde, erschöpft und nachdenklich…und das ist keine gute Kombination. Von meiner lieben Freundin und Arbeitskollegin Julia stammt der Spruch“Schlimmer geht immer!“, womit sie natürlich recht hat. Die eigene Situation in Relation zu etwas anderem bewußt wahrzunehmen und dankbar dafür zu sein, was man trotz all der schlimmen Dinge doch auch Wertvolles hat, ist schon eine gute Strategie. Und dennoch fühlt sich vieles momentan an wie im Film „Und täglich grüßt das Murmeltier“…wie in einer Endlosschleife und Gegensteuern fällt gar nicht so leicht. Und doch gelingt es, wenn ich mich damit beschäftige, was mir Freude macht. Wenn ich mich dem zuwende, was alltäglich ist, was jeden Tag stattfinden kann: dem Kreativ-Sein auf der Kücheninsel und das beginnt oft auch schon untertags, wenn ich mir erlaube kurz mal gedanklich Pause zu machen, um mit meiner Kochmuse Kontakt aufzunehmen. Und genau so ist dieses Gericht entstanden, wunderbares Ofengemüse aus der Kategorie „Kochen gegen das Stimmungstief“. Wahres Soulfood – und das brauchen doch viele von uns in diesen anstrengenden Zeiten…oder was mein ihr foodies!?

Die Zutaten (für 4):

4 mittelgroße Süßkartoffeln
1 Bund Karotten
1 Hokkaido Kürbis
etwas Salz
Olivenöl
1 Handvoll Granatapfelkerne

Für die Knoblauch-Limetten-Creme fraiche:

1 Becher fettreduzierte Creme fraiche á 200 g
1 unbehandelte Limette
2 Knoblauchzehen
etwas Salz

Für die Salsa verde:

verschiedene Kräuter nach Saison und Belieben, ich persönliche bevorzuge
Basilikum
Thymian
Schnittlauch
Petersilie
40g Kapernbeeren
6 Sardellenfilets
2 Knoblauchzehen
80ml Olivenöl
Pfeffer

Zu allererst bereite ich die Salsa verde zu. Ich wasche die Kräuter und schüttle sie gut trocken, dann werden sie grob gehackt und mit dem Olivenöl, den Kapernbeeren, den Sardellenfilets, den Knoblauchzehen und dem Pfeffer mithilfe eines Stabmixers zu einer feinen Salsa püriert. Das war´s auch schon! Ich mache davon immer gleich mehr, denn die Salsa hält sich locker 2 Wochen im Kühlschrank und schmeckt herrlich zu vielen anderen Gerichten, wie zum Beispiel zu Mozzarella mit Paradeisern, auf Pasta oder auch zu kalt aufgeschnittenem Fleisch.

Dann heize ich das Backrohr auf 200 ° Umluft vor und richte das Gemüse her. Den Hokkaido befreie ich von seinem Innenleben, schneide ihn in Spalten und diese halbiere ich nochmal. Die Karotten befreie ich vom Karottengrün und wasche sie gründlich unter fließendem kalten Wasser. Auch die Süßkartoffeln wasche ich sorgfältig und schäle sie nicht, denn die Schale enthält Caiapo, einen Stoff, der bei zu hohen Cholesterinwerten, zu hohem Blutdruck und sogar bei Diabetes helfen kann, also sehr gesund ist. Die Süßkartoffeln schneide ich vorsichtig, fächerartig tief ein ohne sie durchzuschneiden. Diese Zubereitungsart nennt sich „Hasselback“ und der Name geht auf den schwedischen Koch Leif Elisson aus Värmland zurück, der diese Zubereitungsart 1953 im Restaurant Hasselbacken einführte.

Jetzt lege ich ein Backblech mit Backpapier aus und platziere darauf die Süßkartoffeln und die Karotten. Ich besprenkle sie mit Olivenöl und würze sie mit einer Prise Salz und dann gebe ich das Blech für 20 Minuten in den Ofen. Nach 20 Minuten darf auch noch der Hokkaido auf´s Blech. Er wird ebenfalls mit Olivenöl und Salz versorgt und dann darf das Gemüse nochmal 30 Minuten im Ofen fertig schmoren.

Während das Gemüse im Ofen vor sich hin schmurgelt, hat man noch genug Zeit zum Anrühren der Knoblauch-Limetten-Creme fraiche. Dafür gebe ich die Creme fraiche in eine Schüssel. Dazu kommen die Knoblauchzehen, die ich auf der Gemüsereibe zu einer feinen Paste gerieben habe. Von der unbehandelten Limette entferne ich die Schale mit einem Zestenreißer und gebe die Zesten ebenfalls zur Creme fraiche. Dann presse ich die Limette noch darüber aus, verrühre alles gründlich und schmecke zuletzt mit einer guten Prise Salz ab.

Und dann kann auch schon angerichtet werden…

Die Creme fraiche verstreiche ich auf den Tellern und verteile darauf die Salsa verde. Dann streue ich die Granatapfelkerne darüber und zuletzt platziere ich darauf  das Ofengemüse…

Der Hausherr war im Übrigen sehr begeistert von dieser Kreation und euch könnte das auch gefallen, davon bin ich überzeugt! Bleibt gesund und passt auf euch auf foodies!

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2 Gedanken zu „Ofengemüse mit Knoblauch-Limetten-Creme fraiche und Salsa verde“

    1. Lieber Wolfgang!

      Das ist lieb von dir…und sehr aufmerksam…mir tun vor allem Spaziergänge mit dem Hundetier an der frischen Luft gut! Und Spinning mit lauter Musik…das ist auch sehr entspannend!

      Alles Liebe
      Ute

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