Hokkaido mit Gorgonzola, Spinat und frittiertem Salbei

Schon wieder Kürbis? Ja, schon wieder…und wahrscheinlich ist meine Arbeitskollegin Raphaela dran Schuld, die gemeint hat, es gäbe zu wenig Kürbisrezepte auf Der Kücheninsel…naja, ganz genauso hat sie es nicht gesagt, aber ich habe zwischen den Zeilen gelesen und: meine kulinarische Muse hat mich erfreulicherweise auch mit kreativen Ideen beschenkt 🙂 ! Also, heute ein neues Kürbisrezept, das, wie ich finde, ganz wunderbare Aromen miteinander vereint. Und, ja, ich weiß, Gorgonzola ist nicht jedermanns und jederfraus Sache, wenn ihr den gar nicht mögt´, dann könnt´ ihr auch anderen Weichkäse nehmen…ich könnte mir auch vorstellen, dass weicher Ziegenkäse sehr gut dazu passt! Also, der Gorgonzola sollte jetzt nicht der Grund sein, dieses Rezept nicht auszuprobieren! Es ist wirklich fein, versprochen, und der Hausherr meint, er könne das nur unterstreichen 😉 …

Die Zutaten (für 2):

1 Hokkaido Kürbis
etwa 150 g frischer junger Spinat
6 Knoblauchzehen
etwa 300 g Gorgonzola
etwas Olivenöl
Salz
2 Handvoll Salbeiblätter
100 ml Rapsöl
100 g Butter

Zunächst einmal heize ich den Ofen auf 180 ° vor. Den Hokkaido halbiere ich, befreie ihn von seinem Innenleben und schneide ihn in Spalten. Die Schale kann ruhig dranbleiben, denn man kann sie ja essen, sie wird beim Backen auch ganz weich. Dann besprenkle ich ein ofenfestes Reindl mit etwas Olivenöl und platziere darauf überlappend die Kürbisspalten. Jetzt kommt nochmal etwas Olivenöl über die Kürbisspalten und dann befördere ich das Reindl für 30 Minuten in den Ofen – der Kürbis wird vorgebacken bevor die anderen Zutaten dazukommen.

In der Zwischenzeit reibe ich die Knoblauchzehen zu einer Paste und vermische diese mit etwas Olivenöl. Die jungen Spinatblätter vermische ich jetzt in einer Schüssel mit der Knoblauch-Olivenöl-Paste und füge noch eine Prise Salz dazu. Den marinierten Spinat stelle ich einstweilen zur Seite.

Jetzt geht´s an die Zubereitung des frittierten Salbei! Ich erwärme in einem Topf das Rapsöl und lasse die Butter darin schmelzen. Wenn man den Stiel eines Holzkochlöffels in das heiße Öl-Butter-Gemisch hält und Bläschen daran aufsteigen, ist der Zeitpunkt gerade richtig, um den Salbei hinzuzufügen. Wichtig dabei ist, dass der Salbei trocken ist, sonst spritzt es, und das kann unangenehme Folgen haben. Ich lasse den Salbei nie ganz aus den Augen, da er bei zu großer Hitze leicht anbrennt. Also: Hitze immer wieder runterschalten oder den Topf  immer wieder von der Herdplatte ziehen. Dann hole ich die fertigen Salbei Blätter vorsichtig aus dem heißen Öl-Butter-Gemisch und gebe sie auf ein paar Lagen Küchenrolle, die das überschüssige Fett absaugt. Jetzt können die knusprigen Blätter zur Seite gestellt werden.

Nach der halben Stunde, die der Hokkaido im Ofen verbracht hat, hole ich das Reindl aus dem Backrohr. Jetzt geht´s ans „Veredeln“ der süßen Kürbisspalten 🙂 . Dazu verteile ich die jungen Spinatblätter zwischen und unter den Kürbisspalten. Dann kommt der Gorgonzola zum Einsatz, den ich einfach mit den Fingern zerzupfe und auf dem Kürbis und dem Spinat verteile. Zuletzt träufle ich noch etwas von dem Salbeiöl über die Kürbisspalten – es hat ja den wunderbaren Geschmack des Salbei angenommen und, es wäre schade darum…

Und jetzt kommt der Kürbis noch einmal in den Ofen, wobei ich diesen jetzt auf etwa 210 ° hinaufschalte. Ich überbacke den Kürbis jetzt etwa 15 bis 20 Minuten auf Sicht! Jeder Ofen ist verschieden, also behaltet das Schätzchen 😉 im Auge, mir ist dabei wichtig, dass Kürbis und Gorgonzola ruhig ein bisschen Farbe annehmen, dabei aber nicht verbrennen und der Käse auch nicht ganz vollständig zwischen den Kürbisspalten zerläuft – sonst hat man Kürbisspalten, die in einer „Käsesuppe“ liegen, sorry, keine schöne Vorstellung, aber so ist es glaube ich am besten erklärt 😉 .

…und dann kann auch schon angerichtet und genossen werden. Nicht auf die crunchy Salbei Blätter vergessen…herrlich! Mir läuft gerade wieder das  Wasser im Mund zusammen…den gibt´s bald wieder, for sure, eine wunderbare Kombination, ich hoffe sehr, ihr probiert das aus… 🙂

Hokkaido mit Gorgonzola, Spinat und frittiertem Salbei 4.91/5 - 23 Bewertungen
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