Lamm alla pugliese

Der Frühling startet heuer später durch, als im vergangenen Jahr. Warum ich das weiß? Ich habe die Fotos des vergangenen März durchgeblättert und da hat um diese Zeit vieles im Garten schon geblüht. Mein lieber Norbert (Wein)Bauer meint dazu „Späte Jahre sind immer gute Jahre!“ Er hat mich daran erinnert, dass im vorigen Jahr schon sehr früh die Marillen geblüht haben und dann aber auch leider schon kaputt waren, bevor sie fertig waren. Also, so Norbert: „Eile mit Weile!“ Und das nehme ich mir gern zu Herzen, von Norbert kann ich glaube ich noch so einiges lernen. Er coacht mich ein bisschen aus der Ferne beim Anlegen einer hoffentlich prachtvollen Wildblumenwiese für Bienen, Hummeln, Schmetterlinge, Marienkäfer, Grashüpfer & Co. Der Hausherr und ich, wir haben schon die ersten Vorbereitungen getroffen, altes Gras entfernt, die Grasnarbe gelockert – da braucht man dann auch kein Fitnessstudio – und Sand in den Boden eingearbeitet. In Bezug auf die Aussaat sagt Norbert, ich brauche mich vor der Temperatur nicht mehr zu fürchten. Kurz vor und nach dem Vollmond – und der war ja am Sonntag – ist es am kältesten, dann wird es immer wärmer. Norbert säht auch schon bei Neumond! Jawoll! Das ist zwar nicht optimal für die Keimung, aber der stärker werdende Vollmond zieht bis über seinen Höchststand ein zwei Tage im Boden die Grundfeuchte hoch und erleichtert das keimen. Ich werde also demnächst den Samen flach ein rechen und ein bisschen angießen, um ihm – vor den Unkräutern – ein wenig Keimvorsprung zu geben. Der Samen liegt zwar gern im Warmen, allerdings, wenn es zu trocken ist, dann wachsen die Unkräuter halt schneller da sie den Wasserschluss haben und dann muss man unnötig viel jäten, so Norbert. Ich hoffe sehr, dass ich das mit der Wildblumenwiese hinbekomme, haltet mir die Daumen #foodies, aber ich soll nicht zu fordernd sein, sagt mein lieber Norbert! Nun gut, dann bleibt ja Zeit für das eine oder andere Rezept bis dahin…hier kommt eines aus Italien, das auch noch gut zum bevorstehenden Osterwochenende passt! Wenn ihr Lamm mögt´…wir lieben es sehr!

Die Zutaten (für 4, die Lamm mögen)

2 Lammkronen
Salz, Pfeffer
etwas Butter

Für die Kruste:

2 Bund Petersilie
2 Zweige Rosmarin
4 Knoblauchzehen
70 g Brösel
2 gute Handvoll geriebener Pecorino
Olivenöl
Maille à l´Ancienne, das ist körniger Senf

Für den Erdäpfelstampf:

1 kg Erdäpfel
etwas Butter
etwas Milch
Salz

Zunächst einmal hole ich das Lamm aus dem Kühlschrank und lasse es eine Stunde Zimmertemperatur annehmen. Während es dies tut, koche ich die Erdäpfel. Wenn ich mit einer Gabel leicht hineinstechen kann, gieße ich das Wasser ab und lasse die Erdäpfel im geschlossenen Topf ausdampfen. Dann schäle ich sie, gebe sie zurück in den Topf und stelle diesen erst mal zur Seite.

Dann mache ich mich an die Zubereitung der Kruste. Dafür gebe ich die geschnittene Petersilie, die gezupften Rosmarinnadeln, 4 geschälte Knoblauchzehen, 70 g Brösel und 2 gute Handvoll geriebenen Pecorino in ein hohes Gefäß. Unter der Zugabe von Olivenöl püriere ich alles mit dem Mixstab so lange bis eine – ich nenne es mal – kompakte Masse entstanden ist. Lasst euch bei der Zugabe des Olivenöl Zeit. Die Masse sollte zuletzt nicht zu trocken, aber auch nicht zu feucht sein, sodass man sie später gut auf dem Lamm verteilen kann und sie nicht hinunterbröselt.

Jetzt geht es an die Zubereitung der Lammkrone. Ich heize den Ofen auf 200° Umluft vor. Dann würze ich das Lamm mit Salz und Pfeffer und brate es in zerlassener Butter scharf von beiden Seiten an.

Dann nehme ich es aus der Pfanne, bestreiche es großzügig mit dem körnigen Senf und verteile die Kruste gleichmäßig auf beiden Lammkronen.

Jetzt lege ich das Lamm auf ein Blech, das ich mit Backpapier belegt habe, und befördere es für etwa 25 Minuten in den vorgeheizten Ofen.

Während das Lamm im Ofen gart, finalisiere ich noch den Erdäpfelstampf – ich nenne ihn ganz bewusst Stampf, denn ein Püree hat für mich eine feinere Textur. Für den Erdäpfelstampf zerstampfe ich auch die Erdäpfel mit meinem Erdäpfelstampfer und erwärme sie unter der Zugabe von etwas Butter und etwas Milch – es braucht nicht all zu viel von beidem. Zuletzt wird mit Salz abgeschmeckt.

Und zuletzt hole ich das Lamm aus dem Ofen und lasse es noch kurz rasten. Dann kann auch schon angerichtet und genossen werden. Klar, es braucht ein bisschen Geschick und auch Erfahrung mit dem eigenen Ofen, damit man beim Lamm den gewünschten Gargrat hinbekommt. Ich mag es sehr gerne, wenn es nicht ganz durch ist und Lammkrone in Bio-Qualität ist immer zart, auch, wenn ihr euch entscheiden solltet das Lamm vielleicht eine Spur länger im Ofen zu lassen.

Auch für dieses Gericht gilt das von Norbert zitierte „Eile mit Weile!“, aber Genuss braucht auch Langsamkeit und Hingabe, dann wird´s am Ende gut! Habt´ ein schönes Osterfest #foodies, passt auf euch auf und bleibt gesund – auch, wenn ich mich wiederhole: Genießen ist immer noch erlaubt!

 

 

Lamm alla pugliese 5.00/5 - 7 Bewertungen
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