Pasta Ragout

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Dieses Rezept entstand gestern, am Ende eines wunderschönen Frühlingstages mit strahlend blauem Himmel und einer Sonne, die zum ersten Mal wärmt. Trotzdem war der Tag für mich leider mit ziemlich düsteren Wolken verhangen. Anderen Menschen, die mir von solchen Tagen erzählen, werde ich nicht müde zu sagen, dass man an solchen Tagen gegensteuern muss, sich etwas Gutes tun muss, um besser durch die Krise zu kommen. Dass dies nicht so einfach ist, weiß ich aus eigener Erfahrung. Auch ich stehe an solchen Tagen „neben der Spur“, aber es gibt ja diesen Spruch von „Leib und Seele“, und dass Essen die zwei zusammenhalten soll…die Pasta hat jetzt an den Geschehnissen nichts verändert, aber sie hatte zumindest etwas Tröstliches.

Die Zutaten:

500 g Faschiertes vom Rind
300 g Hühnerleber
1 weiße Zwiebel
2 chinesische Knoblauchzehen
1 Dose Paradeiser
Paradeismark aus der Tube
1 Glas getrocknete Paradeiser
2 handvoll Kirschparadeiser
Rosmarin, Thymian, Oregano
Chilliflocken
Salz, Pfeffer
1 Prise Zucker
500 g Linguine

Zunächst wird die Zwiebel in Würfel geschnitten und in einem Topf mit Öl aus dem Glas getrockneter Paradeiser angeröstet. Wenn die Zwiebelwürfel glasig sind, streue ich Zucker darüber, die Zwiebelwürfel karamellisieren und die Süße neutralisiert später dann ein wenig die Säure der Paradeiser.

In einer Pfanne röste ich die in kleine Stücke geschnittene Leber ebenfalls in ein wenig Öl von den getrockneten Paradeisern ab. Wenn die Leber durch ist, darf auch das Faschierte zum Rösten in die Pfanne.

Zu den Zwiebelwürfeln dürfen parallel die grob gehackten getrockneten Paradeiser und die halbierten und in Scheiben geschnittenen Knoblauchzehen. Gut durchrühren bevor die Paradeiser aus der Dose und das Paradeismark auch untergerührt werden. Beim Paradeismark bin ich persönlich recht großzügig, bei mir darf es ruhig ein Drittel der Tube sein, aber wer es nicht ganz so intensiv mag, nimmt einfach weniger.

Wenn die Leber und das Faschierte durch sind, dürfen sie auch in den Topf mit der Paradeissauce, dazu kommen noch die frischen Kirschparadeiser, und die gehackten Kräuter.  Mit Salz und Pfeffer abschmecken und wer es gerne ein bisschen scharf mag, gibt noch ein paar getrocknete Chilliflocken dazu. Jetzt darf das Ragout bei reduzierter Hitze schmurgeln, es reichen so in etwa 20 Minuten, damit sich die Aromen miteinander verbinden und entfalten.

In einem großen Topf reichlich Wasser zum Kochen bringen, nach dem ersten Aufwallen des Wassers großzügig salzen, nicht vorher, denn das verlangsamt den Kochprozess, jetzt können die Linguine in den Topf wandern. 6 bis 10 Minuten kochen, auf jedenfall so lange bis sie „al dente“, also bissfest sind.

Jetzt kann auch schon angerichtet werden! Lasst es euch schmecken und: Kopf hoch 🙂 !

Pasta Ragout 4.87/5 - 15 Bewertungen
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